Stimmstörung

Dysphonie

Unter einer Stimmstörung (Dysphonie) versteht man eine Einschränkung der Sprechstimme und/oder der Singstimme.

Anzeichen

Eine Stimmstörung (Dysphonie) ist gekennzeichnet durch unterschiedliche Grade von Heiserkeit, Stimmermüdung, Räusperzwang, Hüsteln, Missempfindungen oder einem Fremdkörpergefühl (sogenanntes Globus-Gefühl, „Chrott“) im Hals.

Ursachen und Verteilung in der Bevölkerung

Eine Stimmstörung kann organisch bedingt sein, zum Beispiel durch entzündliche Veränderungen des Kehlkopfes (Laryngitis), Stimmlippenlähmungen, gutartige oder bösartige Tumoren. Bei funktionell bedingten Stimmstörungen (funktionelle Dysphonie) liegt an sich kein organischer Befund vor, aber es ist das Zusammenspiel von Körpertonus, Haltung, Atmung, Stimme und Stimmung gestört. Funktionelle Stimmstörungen stehen nicht selten im Zusammenhang mit psychosozialen Belastungen. Besonders betroffen von Stimmstörungen sind Personen in stimmintensiven Berufen.

Wohin kann man sich wenden?

Wenn Sie eine Stimmstörung (Dysphonie) vermuten, ist der Phoniater (Hals-, Nasen-, Ohrenfacharzt mit Spezialisierung im Bereich Phoniatrie) oder eine entsprechende Abteilung einer Hals-, Nasen-, Ohrenklinik eines grösseres Spitals der erste Ansprechpartner.

Abklärungen und Möglichkeiten der Behandlung

Der Phoniater kann den Kehlkopf, die Stimmlippen und die Stimme computergesteuert untersuchen und analysieren. Doch auch das „Hinhören“ auf die Stimme spielt eine grosse Rolle in der Diagnostik und der Therapie der gestörten Stimme. In einer logopädischen Stimmtherapie werden Belastungsfaktoren der Stimme und des Menschen erkannt und die Stimme wieder in Einklang mit Körper und Seele gebracht. Eine ergänzende stimmpsychologische Beratung kann sinnvoll sein.

Zuständig am Inselspital Bern:

Prof. Dr. med. E. Seifert, Abteilung Phoniatrie. Zu dieser Sprechstunde können Sie sich selber anmelden. Telefon: 031 632 33 49, E-Mail: sekr.phoniatrie@no-spaminsel.ch (Sekretariat).

Weitere Informationen

  • http://www.hno.insel.ch/de/klinik-hnohk/phoniatrie/phoniatrieinfos-hno/
  • Schulz-Kirchner Verlag 2006, 1. Auflage: Kollbrunner Jürg: „Funktionelle Dysphonien bei Erwachsenen, Ein psychodynamischer Therapieansatz“
  • Schulz-Kirchner Verlag 2006, 1. Auflage: Kollbrunner Jürg: „Funktionelle Dysphonien bei Kindern, Ein psycho- und familiendynamischer Therapieansatz“


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Spezialsprechstunde

Krankheitsbilder

Schwindel ist die gestörte räumliche Wahrnehmung der Körperbewegung oder fälschliche Wahrnehmung einer Bewegung der Umgebung. Schwindelsymptome entstehen, wenn eine Person gestörte Sinneseindrücke hat, beispielsweise bei einem Ausfall des Gleichgewichtsorgans im Innenohr.

Schwindel führt oft zu Gleichgewichtsstörungen, Erbrechen, Übelkeit und Gangunsicherheit. Schwindel kann durch Kopfschmerzen, Tinnitus und anderen Symptomen begleitet sein und kann von Sekunden bis Minuten oder auch über Stunden, Tage bis wenige Wochen andauern.

Wohin kann man sich wenden

Die erste Anlaufstelle ist der Hausarzt. Je nach vermuteter Ursache des Schwindels kann er  Sie in unseres Schwindelzentrum überweisen, welches über spezialisierte Fachärzte und ein modernes Schwindellabor verfügt.